Begriffe rund um Fuß und Schuh
Von Abrollabsatz bis Zehenrolle: Hier erklären wir 172 Begriffe, die Ihnen bei uns, in der Arztpraxis oder auf einer Verordnung begegnen. Was hier fehlt, erklären wir Ihnen gern persönlich.
Bei Krankheitsbildern steht der ICD-10-Code dabei, wie er auf ärztlichen Verordnungen verwendet wird (ICD-10-GM 2026). Ein Strich am Ende bedeutet, dass noch eine Stelle folgt, etwa für die betroffene Körperregion.
Dazu haben wir keinen Eintrag. Rufen Sie uns gern an unter 05951 5551 — wir erklären es Ihnen.
- Abdruck
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Abformung eines Körperteils, meist der Fußsohle, mittels Trittschaum, 2D- oder 3D-Scan. Der Trittschaum wird anschließend ausgegossen; so entsteht ein Positivmodell der Fußsohle, über das zum Beispiel eine Einlage gearbeitet wird. Für orthopädische Maßschuhe siehe Gipsabdruck.
- Abduktion
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Bewegung eines Körperteils von der Körpermitte weg. Am Fuß: das Abspreizen des Vorfußes nach außen. Gegenteil: Adduktion.
- Abrollabsatz
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Absatz mit abgeschrägter Hinterkante. Er erleichtert den Auftritt der Ferse und das anschließende Abrollen des Fußes.
- Abrollhilfe
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Veränderung an Sohle oder Absatz, die das Abrollen des Fußes erleichtert und die Gelenke schont. Dazu gehören eine stärkere Spitzensprengung und Rollen unter der Sohle wie Ballenrolle, Zehenrolle oder Schmetterlingsrolle.
- Absatz
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Höhe und Form des Absatzes entscheiden mit darüber, wie gut der Fuß steht und geht. Für den Alltag gelten 3 bis 4 cm als verträglich. Dauerhaft höhere Absätze verlagern das Gewicht auf den Vorfuß und verkürzen auf Dauer die Wadenmuskulatur.
Auch die Auftrittsfläche zählt: Ein breiter Absatz gibt Standfestigkeit. Ein schmaler oder spitzer Absatz macht den Gang unsicher und überanstrengt Muskeln und Sprunggelenke.
- Achillessehne
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Sehne, mit der die Wadenmuskulatur am Fersenbein ansetzt. Sie ist die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers.
- Achillobursitis
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Entzündung des Schleimbeutels am Ansatz der Achillessehne am Fersenbein. Häufig ausgelöst durch Druck der Fersenkappe, etwa bei einer Haglundferse.
ICD-10: M76.6
- Adduktion
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Bewegung eines Körperteils zur Körpermitte hin, etwa wenn gegrätschte Beine geschlossen werden. Am Fuß: das Heranführen des Vorfußes nach innen. Gegenteil: Abduktion.
- Amputation
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Operative Abnahme eines Körperteils, etwa nach schweren Verletzungen, bei Durchblutungsstörungen oder Infektionen. Wo amputiert wird, hängt von der Erkrankung ab und davon, wie gut der verbleibende Teil später belastet und versorgt werden kann. Nach einer Teilamputation am Fuß sorgen Defektausgleich und angepasste Schuhe dafür, dass der Fußstumpf belastbar bleibt.
- Anamnese
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Erhebung der Vorgeschichte im Gespräch: Beschwerden, Vorerkrankungen, Alltag und Belastung. In der Arztpraxis die Grundlage der Diagnose, und auch in der Orthopädie-Schuhtechnik steht sie am Anfang jeder Versorgung.
- Arthritis
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Entzündung eines Gelenks. Sie kann durch Bakterien entstehen, häufiger aber durch rheumatische Erkrankungen oder Gicht. Nicht zu verwechseln mit der Arthrose, dem Gelenkverschleiß. Sind mehrere Gelenke betroffen, spricht man von Polyarthritis.
ICD-10: M13.9-
- Arthrodese
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Operative Versteifung eines Gelenks. Das Gelenk schmerzt danach meist nicht mehr, ist aber unbeweglich. Schuh und Einlage müssen die fehlende Abrollbewegung ausgleichen, etwa mit Abrollhilfen.
- Arthrose
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Verschleiß des Gelenkknorpels, meist altersbedingt oder nach Überlastung und Verletzungen. Am Fuß trifft es häufig das Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus). Ein dämpfender Pufferabsatz und Abrollhilfen können den Alltag spürbar erleichtern.
ICD-10: M15–M19 (Gruppe)
- Ballen
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Umgangssprachlich für den vorstehenden Knochen am Großzehengrundgelenk, meist als Folge eines Hallux valgus. Weil er im Schuh drückt, helfen Druckschutz, weiches Obermaterial oder ein an dieser Stelle geweiteter Schuh.
- Ballenrolle
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Rolle unter der Laufsohle im Bereich des Fußballens. Sie verringert beim Abrollen die Bewegung in den Zehengrundgelenken und entlastet sie so.
- Band
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Strang aus festem Bindegewebe, der Knochen an Gelenken miteinander verbindet. Bänder führen das Gelenk: Sie lassen bestimmte Bewegungen zu und begrenzen andere. Lateinisch: Ligamentum. Siehe auch Bänderriss und Bänderzerrung.
- Bandagen
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Stützende Hilfsmittel, meist aus elastischem Gestrick. Am Fuß werden etwa Sprunggelenkbandagen nach Bänderverletzungen eingesetzt. Sie stabilisieren das Gelenk, ohne es ganz ruhigzustellen.
- Bänderriss
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Riss eines Bandes durch Überlastung, meist beim Umknicken des Fußes.
ICD-10: S93.2 (Sprunggelenk und Fuß)
- Bänderzerrung
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Überdehnung eines Bandes über seine Belastbarkeit hinaus, ohne dass es reißt.
ICD-10: S93.4- (oberes Sprunggelenk)
- Bequemschuh
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Schuh mit leichter, dämpfender Sohle, anatomisch geformtem Fußbett und großzügiger Weite. Heute meist Komfortschuh genannt, und längst nicht mehr unmodisch.
- Bettung
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Einlage oder Schuhinnenteil, das die Form der Fußsohle genau nachbildet. Der Fuß liegt vollflächig auf, der Druck verteilt sich, empfindliche Stellen werden geschont. Neben Stützung, Entlastung und Korrektur eine der Grundaufgaben einer Einlage.
- Beugung
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Deutsch für Flexion.
- Blankleder
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Pflanzlich gegerbtes Rindleder. Es ist fest, formstabil und zugleich geschmeidig.
- Calcaneus
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Lateinisch für das Fersenbein.
- Calcaneussporn
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Fachbegriff für den Fersensporn.
- Chopart-Gelenk
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Gelenklinie quer durch die Fußwurzel: zwischen Sprung- und Fersenbein auf der einen, Kahn- und Würfelbein auf der anderen Seite. Benannt nach dem französischen Chirurgen François Chopart.
- Chromleder
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Mit Chromsalzen gegerbtes Leder, heute das verbreitetste Gerbverfahren. Chromleder ist weich, reißfest und unempfindlicher gegen Wasser als pflanzlich gegerbtes Leder.
- Clavus
-
Fachbegriff für das Hühnerauge.
- Defektausgleich
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Ersatz fehlender Fußteile, etwa nach einer Amputation von Zehen oder Vorfuß. Er füllt den Schuh aus, stabilisiert das Gehen und soll von außen möglichst nicht auffallen.
- Derotationsabsatz
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Siehe Rotationsabsatz.
- DGUV Regel 112-191
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Regel der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur Benutzung von Fuß- und Knieschutz. Sie legt unter anderem fest, dass orthopädische Einlagen in Sicherheitsschuhen nur in einem Schuhmodell getragen werden dürfen, das dafür freigegeben ist. Einlagen aus Straßenschuhen gehören deshalb nicht in den Sicherheitsschuh.
- Diabetes
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Nach längerer Zuckerkrankheit können Nerven und Blutgefäße in den Füßen geschädigt sein. Druckstellen werden dann nicht mehr gespürt und heilen schlecht. Daraus können Spreizfuß, Krallenzehen, offene Wunden und Infektionen entstehen, im schlimmsten Fall bis hin zur Amputation.
Menschen mit Diabetes brauchen deshalb besonders gut sitzende Schuhe, eine druckverteilende Fußbettung und eine regelmäßige, fachkundige Fußpflege.
ICD-10: E10–E14, mit diabetischem Fußsyndrom etwa E11.74
- Diabetesadaptierte Fußbettung
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Weich gepolsterte Einlage nach Maß für Menschen mit Diabetes. Sie verteilt den Druck gleichmäßig über die ganze Fußsohle und entlastet gefährdete Stellen gezielt, damit dort keine Druckgeschwüre entstehen.
- Distorsion
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Fachbegriff für die Verstauchung: Gelenkkapsel und Bänder werden durch eine zu weite Bewegung gezerrt, etwa beim Umknicken.
ICD-10: S93.4- (oberes Sprunggelenk)
- Dorsalextension
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Anheben des Fußes in Richtung Schienbein, also nach oben. Auch Dorsalflexion genannt. Gegenteil: Plantarflexion.
- Eingewachsener Nagel
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Nagel, dessen Rand in das seitliche Nagelbett einwächst. Das schmerzt, kann sich entzünden und betrifft meist die Großzehe. Ursachen sind oft zu enge Schuhe oder zu rund geschnittene Nägel. Eine Nagelspange zieht den Nagelrand sanft nach oben und entlastet das Nagelbett. Fachbegriff: Unguis incarnatus.
ICD-10: L60.0
- Einlage
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Schuheinlage nach Maß, die den Fuß stützt, bettet, entlastet oder korrigiert. Gefertigt wird sie nach einem Abdruck. Bei ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten bis auf die gesetzliche Zuzahlung.
Siehe auch Sensomotorische Einlage und Diabetesadaptierte Fußbettung.
- Einwärtsgang
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Gang mit nach innen zeigenden Fußspitzen. Bei Kindern häufig und oft harmlos. Ursache kann eine Drehfehlstellung des Beins sein, die ärztlich abgeklärt werden sollte. Siehe auch Rotationsabsatz.
- Enthesiopathie
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Schmerzhafte Veränderung am Ansatz einer Sehne am Knochen. Ist sie entzündlich, spricht man von Enthesitis. Am Fuß betrifft das häufig den Ansatz der Achillessehne oder der Sehnenplatte unter der Fußsohle.
ICD-10: M77.5 (am Fuß)
- Entlastung
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Umverteilen von Druck weg von schmerzenden oder gefährdeten Stellen, hin zu belastbaren Bereichen. Dazu werden Stellen in Einlage oder Schuh ausgespart oder weich unterpolstert.
- Femur
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Lateinisch für den Oberschenkelknochen.
- Fersenbein
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Größter Knochen des Fußes. Er bildet die Ferse und trägt im Stand einen großen Teil des Körpergewichts. An ihm setzt die Achillessehne an. Lateinisch: Calcaneus.
- Fersenkissen
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Weiches, elastisches Polster unter der Ferse. Es dämpft den Auftritt und tut gut, wenn der Bereich um das Fersenbein gereizt ist, etwa beim Fersensporn.
- Fersensporn
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Knöcherner Sporn am Fersenbein. Häufiger ist der untere Fersensporn an der Fußsohle, seltener der obere am Ansatz der Achillessehne. Schmerzhaft wird er, wenn das umliegende Gewebe gereizt und entzündet ist. Typisch ist ein stechender Schmerz bei den ersten Schritten am Morgen.
Eine Einlage mit weicher Bettung und Fersenkissen nimmt Druck von der Stelle.
ICD-10: M77.3
- Fersenstütze
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Einlage im Fersenbereich mit weich gepolsterter Auftrittsfläche. Sie entlastet schmerzhafte Stellen unter der Ferse, etwa einen gereizten Schleimbeutel oder Schwielen. Soll sie zusätzlich stützen, reicht sie bis zur Mitte der Fußwurzel nach vorn.
- Feststellungsmaßnahmen
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Maßnahmen am Schuh, die Gelenke ruhigstellen oder ihre Beweglichkeit begrenzen, etwa eine Sohlenversteifung oder eine verstärkte Hinterkappe.
- Fibula
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Lateinisch für das Wadenbein.
- Flexion
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Beugung eines Gelenks. Am Fuß ist meist die Plantarflexion gemeint, das Senken der Fußspitze.
- Fuß
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Das Fußskelett besteht aus 26 Knochen in drei Abschnitten: der Fußwurzel mit sieben Knochen (Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein, Würfelbein und drei Keilbeine), dem Mittelfuß mit fünf Mittelfußknochen und den Zehen mit 14 Zehenknochen. Lateinisch: Pes.
- Fußstumpf
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Der verbleibende Fuß nach einer Teilamputation. Amputiert wird meist entlang der Gelenklinien, etwa im Chopart-Gelenk oder Lisfranc-Gelenk, im Mittelfuß auch durch den Knochen. Der Stumpf braucht eine Bettung und einen Schuh, die den Druck sicher verteilen.
- Fußwurzel
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Hinterer Abschnitt des Fußskeletts aus sieben Knochen: Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein, Würfelbein und drei Keilbeine. Lateinisch: Tarsus.
- Gelenk
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Bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehr Knochen. Die Knochenenden sind mit Knorpel überzogen und von einer Gelenkkapsel umschlossen; dazwischen liegt der Gelenkspalt mit Gelenkflüssigkeit.
- Gelenkentzündung
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Siehe Arthritis.
- Gelenkfeder
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Stahlfeder im Schuhgelenk, dem Bereich zwischen Absatz und Ballen. Sie hält den Schuh formstabil, besonders bei Maß- und orthopädischen Schuhen.
- Gelenkkeil
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Keil aus Moos- oder Vollgummi im Schuhgelenk. Er verstärkt den Bereich elastisch und dient als Unterlage für Einlagen.
- Gelenkkontraktur
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Dauerhafte Fehlstellung eines Gelenks, das sich nicht mehr vollständig bewegen lässt. Die Ursache kann im Gelenk selbst liegen (nach Verletzungen oder Entzündungen), in den Nerven (etwa bei Lähmungen) oder in Haut und Muskeln (etwa durch Narben). Ein Beispiel ist der Spitzfuß.
ICD-10: M24.5-
- Gelenkversteifung
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Gelenk, das sich nicht mehr bewegen lässt, als Folge schwerer Entzündungen oder Verletzungen oder gezielt durch eine Operation (Arthrodese). Schuh und Einlage übernehmen dann die fehlende Abrollbewegung.
ICD-10: M24.6-
- Genu
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Lateinisch für das Knie.
- Genu valgum
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Fachbegriff für das X-Bein.
- Genu varum
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Fachbegriff für das O-Bein.
- Gipsabdruck
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Abformung des gesamten Fußes für einen orthopädischen Maßschuh. Dazu wird der Fuß mit Gipsbinden umwickelt. Die Form wird anschließend ausgegossen; so entsteht ein Positivmodell des ganzen Fußes. Siehe auch Abdruck.
- Gonarthrose
-
Fachbegriff für die Kniearthrose.
ICD-10: M17.-
- Hackenfuß
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Fehlstellung, bei der der Fuß stark zum Schienbein hin gebeugt ist und vor allem mit der Ferse auftritt. Bei Neugeborenen häufig und meist vorübergehend. Bleibt er bestehen, ist die Beweglichkeit des Fußes eingeschränkt. Lateinisch: Pes calcaneus.
ICD-10: Q66.4 (angeboren)
- Haglundferse
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Knöcherner Vorsprung oben am hinteren Fersenbein. Die Fersenkappe des Schuhs reibt daran, Schleimbeutel und Achillessehnenansatz können sich entzünden. Abhilfe schafft eine Haglund-Entlastung, also eine weiche oder an der Stelle ausgesparte Fersenkappe.
- Hallux
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Lateinisch für die Großzehe.
- Hallux malleus
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Hammerstellung der Großzehe: Ihr Endgelenk ist dauerhaft gebeugt. Siehe auch Hammerzehe.
- Hallux rigidus
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Arthrose im Großzehengrundgelenk. Die Großzehe lässt sich kaum noch nach oben bewegen, das Abrollen schmerzt. Eine Sohlenversteifung mit Abrollhilfe nimmt dem Gelenk diese Bewegung ab.
ICD-10: M20.2
- Hallux valgus
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Schiefstand der Großzehe: Sie weicht zu den anderen Zehen hin ab, während der erste Mittelfußknochen nach innen ausweicht. Am Großzehengrundgelenk entsteht ein vorstehender Ballen, der im Schuh drückt und sich entzünden kann. Häufig hängt er mit einem Spreizfuß zusammen.
Einlagen, ausreichend weite Schuhe und Druckschutz lindern die Beschwerden. Die Fehlstellung selbst beheben sie nicht.
ICD-10: M20.1
- Hammerzehe
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Zehenfehlstellung, meist der zweiten bis fünften Zehe: Das Mittelgelenk ist gebeugt, die Zehe steht hammerartig nach oben. Oben am Gelenk entstehen Druckstellen und Hühneraugen. Ist zusätzlich das Grundgelenk überstreckt, spricht man von einer Krallenzehe.
ICD-10: M20.4 (erworben), Q66.8 (angeboren)
- Hohlfuß
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Fuß mit überhöhtem Längsgewölbe. Er liegt vor allem an Ferse und Ballen auf, die Auflagefläche dazwischen ist stark verkleinert, und beide Stellen tragen entsprechend viel Last. Eine bettende Einlage verteilt den Druck auf die ganze Sohle. Lateinisch: Pes excavatus.
ICD-10: M21.60 (erworben), Q66.7 (angeboren)
- Hornhaut
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Verdickte oberste Hautschicht an Stellen mit viel Druck oder Reibung: an der Fußsohle, der Ferse oder den Zehen. In Maßen schützt sie. Zu viel davon wird rissig und schmerzt; die Fußpflege trägt sie schonend ab. Siehe auch Schwiele und Hühnerauge.
- Hühnerauge
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Hornhautverdickung mit einem Kern, der in die Tiefe drückt und schmerzt. Ursache ist anhaltender Druck, oft durch zu enge Schuhe oder Fehlstellungen der Zehen. Die Fußpflege entfernt den Kern; Druckschutz und passende Schuhe verhindern, dass er wiederkommt. Fachbegriff: Clavus.
ICD-10: L84
- Keilabsatz
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Absatz, der bis unter den Vorfuß durchgezogen ist. Er vergrößert die Auftrittsfläche und verteilt das Gewicht gleichmäßiger, etwa bei ausgeprägtem Plattfuß oder hohem Körpergewicht.
- Klumpfuß
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Angeborene Fehlstellung, die mehrere Abweichungen vereint: Der Fuß steht in Spitzfußstellung, der innere Fußrand ist angehoben, der Vorfuß zeigt nach innen (Sichelfuß) und das Gewölbe ist überhöht (Hohlfuß). Heute wird er meist schon im Säuglingsalter behandelt.
ICD-10: Q66.0 (angeboren), M21.57 (erworben)
- Knickfuß
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Fehlstellung, bei der die Ferse nach innen kippt. Oft ist zugleich das Längsgewölbe abgeflacht; dann spricht man vom Knick-Senkfuß. Bei Kleinkindern ist ein leichter Knickfuß normal. Lateinisch: Pes valgus.
ICD-10: M21.07, als Knick-Plattfuß M21.61
- Kniearthrose
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Verschleiß des Kniegelenks, bei dem der Gelenkknorpel nach und nach zerstört wird. Typisch sind Schmerzen unter Belastung und wiederkehrende Schwellungen. Ein dämpfender Pufferabsatz und eine Sohlenranderhöhung können das Knie entlasten. Fachbegriff: Gonarthrose.
ICD-10: M17.-
- Knöchel
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Die beiden tastbaren Knochenvorsprünge an der Innen- und Außenseite des oberen Sprunggelenks: innen am Schienbein, außen am Wadenbein. Lateinisch: Malleolus.
- Korrektur
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Ausrichten einer Fehlstellung durch Einlage oder Schuh, solange sie sich noch beeinflussen lässt. Ist das nicht mehr möglich, wird stattdessen gebettet und entlastet. Siehe auch Bettung und Entlastung.
- Krallenzehe
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Zehenfehlstellung, bei der das Grundgelenk überstreckt und Mittel- und Endgelenk gebeugt sind; die Zehe krallt sich. Druckstellen entstehen oben am Gelenk und an der Zehenkuppe. Häufig bei Hohlfuß und Diabetes. Siehe auch Hammerzehe.
ICD-10: M20.5
- Längsgewölbe
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Wölbung an der Fußinnenseite zwischen Ferse und Ballen. Sie federt den Auftritt ab. Ist sie abgeflacht, spricht man von Senkfuß oder Plattfuß, ist sie überhöht, von Hohlfuß.
- Längsgewölbestütze
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Fest im Schuh eingearbeitete Stütze unter dem Längsgewölbe. Sie bettet den Fuß vollflächig und entlastet die Fußwurzel, korrigiert aber keine Fehlstellung. Gedacht für Schuhe, in die keine Einlage passt, etwa sehr leichte Damenschuhe oder Sportschuhe.
- Leder
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Durch Gerbung haltbar gemachte Tierhaut. Für Schuhe wird meist Rindleder verwendet, für besonders weiche Schäfte auch Ziegen- oder Lammleder. Leder ist atmungsaktiv, passt sich dem Fuß an und lässt sich reparieren. Siehe auch Chromleder, Blankleder, Nappa, Nubukleder und Sämischleder.
- Leisten
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Nach der Form des Fußes gefertigtes Modell aus Holz oder Kunststoff, über das ein Schuh gearbeitet wird. Für einen Maßschuh entsteht für jeden Fuß ein eigener Leisten.
- Ligamentum
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Lateinisch für Band.
- Lisfranc-Gelenk
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Gelenklinie zwischen den Knochen der Fußwurzel und den Mittelfußknochen. Benannt nach dem französischen Chirurgen Jacques Lisfranc.
- Malleolus
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Lateinisch für den Knöchel.
- Medial
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Zur Körpermitte hin gelegen. Am Fuß ist das die Innenseite. Gegenteil: lateral, zur Außenseite hin.
- Metatarsalgie
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Sammelbegriff für Schmerzen im Mittelfuß, meist unter den Mittelfußköpfchen. Häufigste Ursache ist ein abgeflachtes Quergewölbe, wie beim Spreizfuß. Eine Einlage mit Pelotte entlastet die schmerzenden Stellen.
ICD-10: M77.4
- Metatarsus
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Lateinisch für den Mittelfuß.
- Mittelfuß
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Mittlerer Abschnitt des Fußes mit den fünf Mittelfußknochen, zwischen Fußwurzel und Zehen. Lateinisch: Metatarsus.
- Mittelfußköpfchen
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Das vordere, zehennahe Ende eines Mittelfußknochens. Hier liegt das Zehengrundgelenk. Beim Abrollen tragen die Mittelfußköpfchen einen großen Teil des Körpergewichts.
- Mittelfußpolster
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Siehe Pelotte.
- Morton-Neurom
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Schmerzhafte Verdickung eines Nervs zwischen zwei Mittelfußköpfchen, meist zwischen dem dritten und vierten. Typisch sind einschießende, brennende Schmerzen beim Gehen, die bis in die Zehen ziehen; den Schuh auszuziehen bringt oft Erleichterung. Weite Schuhe und eine Einlage mit Pelotte nehmen den Druck vom Nerv. Auch Morton-Metatarsalgie genannt.
ICD-10: G57.6
- Nagelspange
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Dünne Spange, die auf einem eingewachsenen Nagel befestigt wird. Sie zieht die Nagelränder sanft nach oben und entlastet das gereizte Nagelbett, eine schonende Alternative zur Operation. In der Regel genügt ein Termin.
- Nappa
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Weiches, geschmeidiges Glattleder, meist von Lamm, Ziege oder Kalb.
- Narbenseite
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Die Außenseite einer Tierhaut, auf der das Haar saß. Ihre feine Porenstruktur, der Narben, macht das typische Bild von Glattleder aus.
- Neuropathie
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Schädigung der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Am Fuß meist eine Folge von Diabetes: Berührung, Druck und Schmerz werden schlechter oder gar nicht mehr gespürt. Drückt ein Schuh, merken Betroffene das oft erst, wenn schon eine Wunde entstanden ist.
ICD-10: G62.9, bei Diabetes G63.2*
- Nubukleder
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Auf der Narbenseite fein angeschliffenes Leder mit samtiger Oberfläche, meist vom Rind oder Kalb.
- O-Bein
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Die Beine sind nach außen gebogen, zwischen den Knien bleibt eine Lücke. Ursachen können angeboren sein oder auf Verschleiß, Verletzungen oder Entzündungen zurückgehen. Eine Erhöhung des Schuhaußenrands (Sohlenranderhöhung) kann die Belastung im Knie umverteilen. Fachbegriff: Genu varum.
ICD-10: M21.16
- Ödem
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Schwellung durch Flüssigkeit, die sich im Gewebe einlagert. Am Fuß häufig bei Venen-, Lymph- oder Herzleiden. Die Haut ist prall, ein Fingerdruck hinterlässt eine Delle. Geschwollene Füße brauchen Schuhe, deren Weite sich verstellen lässt.
ICD-10: R60.0
- Orthese
-
Hilfsmittel, das einen Körperteil von außen stützt, führt oder ruhigstellt. Anders als eine Prothese ersetzt sie nichts. Am Fuß etwa eine Unterschenkelorthese, die bei einer Peroneusparese den Fuß anhebt.
- Orthopäde
-
Fachärztin oder Facharzt für Orthopädie. Sie stellen die Diagnose und verordnen häufig Einlagen, Schuhzurichtungen oder orthopädische Schuhe, die dann in der Orthopädie-Schuhtechnik gefertigt werden.
- Orthopädie
-
Fachgebiet der Medizin, das sich mit angeborenen und erworbenen Fehlern des Bewegungsapparats befasst. Man unterscheidet die operative Orthopädie von der konservativen, die mit Krankengymnastik, Hilfsmitteln und anderen nicht operativen Mitteln arbeitet.
Den Begriff prägte der französische Arzt Nicolas Andry 1741, aus den griechischen Wörtern für „gerade“ und „Kind“.
- Orthopädieschuhmacher
-
Handwerksberuf, der Füße mit orthopädischen Hilfsmitteln versorgt: Einlagen, Schuhzurichtungen, orthopädische Maßschuhe, Innenschuhe, Orthesen und Fußprothesen. Gefertigt wird nach Maß und von Hand. Bei uns im Haus arbeiten drei Meister dieses Handwerks.
- Orthopädischer Maßschuh
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Nach Maß gefertigter Schuh für Füße, die in keinen Konfektionsschuh passen, etwa nach Amputationen, bei Lähmungen, Versteifungen oder starken Fehlstellungen. Er gleicht Form und Funktion aus und soll dabei wie ein ganz gewöhnlicher Schuh aussehen. Grundlage ist entweder ein Gipsabdruck des ganzen Fußes oder ein Leisten aus Holz.
- Parese
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Unvollständige Lähmung, bei der noch Restkraft vorhanden ist. Am Fuß häufig als Fußheberschwäche, siehe Peroneusparese.
- Pelotte
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Kleines, gewölbtes Polster auf der Einlage, hinter den Mittelfußköpfchen. Es stützt das Quergewölbe und nimmt Druck von schmerzenden Stellen unter dem Vorfuß.
- Peroneusparese
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Lähmung des Wadenbeinnervs (Nervus peroneus). Der Fuß lässt sich nicht mehr richtig anheben, die Fußspitze schleift beim Gehen am Boden. Eine Orthese oder ein entsprechend gebauter Schuh hält den Fuß angehoben.
ICD-10: G57.3
- Pes
-
Lateinisch für den Fuß.
- Pes adductus
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Fachbegriff für den Sichelfuß.
- Pes calcaneus
-
Fachbegriff für den Hackenfuß.
- Pes equinus
-
Fachbegriff für den Spitzfuß.
- Pes excavatus
-
Fachbegriff für den Hohlfuß.
- Pes planus
-
Fachbegriff für den Plattfuß.
- Pes valgus
-
Fachbegriff für den Knickfuß.
- Pes varus
-
Fuß, dessen Ferse nach außen gekippt ist; die Belastung liegt auf dem äußeren Fußrand. Meist als Teil des Klumpfußes. Gegenteil: Knickfuß.
ICD-10: Q66.3 (angeboren), M21.17 (erworben)
- Plantarflexion
-
Senken der Fußspitze in Richtung Fußsohle, etwa beim Zehenstand. Gegenteil: Dorsalextension.
- Plattfuß
-
Fuß, dessen Längsgewölbe ganz abgeflacht ist, sodass die gesamte Sohle aufliegt. Meist das Endstadium eines Senkfußes. Ist der Fuß noch beweglich, kann eine Einlage das Gewölbe stützen; ist er steif, wird er gebettet. Lateinisch: Pes planus.
ICD-10: M21.4 (erworben), Q66.5 (angeboren)
- Podologie
-
Medizinische Fußpflege als staatlich geregelter Gesundheitsberuf. Podologische Praxen mit Kassenzulassung können Behandlungen auf ärztliche Verordnung mit der Krankenkasse abrechnen.
Unsere Fußpflege orientiert sich in Hygiene und Arbeitsweise an der Podologie, ist aber keine Praxis mit Kassenzulassung.
- Polyarthritis
-
Entzündung mehrerer Gelenke zugleich, am häufigsten als rheumatoide Arthritis. Am Fuß sind oft die Zehengrundgelenke betroffen. Weiche Bettung und Abrollhilfen wie die Tintenlöschersohle entlasten.
ICD-10: M13.0
- Pronation
-
Drehung des Fußes, bei der der innere Fußrand sinkt und der äußere sich hebt. In Maßen gehört sie zu jedem Schritt; ist sie zu stark, spricht man von Überpronation. Gegenteil: Supination.
- Prothese
-
Ersatz für einen fehlenden Körperteil. Am Fuß reicht das vom Zehenersatz bis zur Vorfußprothese. Siehe auch Defektausgleich und Orthese.
- Pufferabsatz
-
Absatz mit weichem, stoßdämpfendem Einsatz. Er fängt den harten Fersenauftritt ab und entlastet Sprung-, Knie- und Hüftgelenke, etwa bei Arthrose.
- Querbrücke
-
Erhöhung auf der Einlage hinter dem zweiten bis vierten Mittelfußköpfchen. Sie hebt das Quergewölbe an und entlastet den Vorfuß.
- Quergewölbe
-
Wölbung quer über den Vorfuß, zwischen dem ersten und dem fünften Mittelfußköpfchen. Ist sie abgeflacht, spricht man vom Spreizfuß.
- Reiterzehe
-
Zehenfehlstellung, bei der eine Zehe über der benachbarten liegt, häufig die zweite Zehe über der Großzehe bei einem Hallux valgus.
ICD-10: M20.5
- Richtungsrolle
-
Abrollhilfe unter der Sohle, deren höchster Punkt schräg verläuft. Damit lässt sich die Richtung des Abrollens gezielt beeinflussen. Sie wird an beiden Schuhen angebracht, damit das Gangbild gleichmäßig bleibt.
- Rist
-
Umgangssprachlich für den Fußrücken, auch Spann genannt.
- Rohling
-
Vorgefertigte, noch nicht angepasste Einlage. In der Werkstatt wird sie auf den einzelnen Fuß zugeschliffen und geformt.
- Rotationsabsatz
-
Absatz mit schräg gestellten Gummirippen. Beim Auftreten erzeugen sie eine leichte Drehung, die einem Einwärtsgang oder Auswärtsgang entgegenwirkt. Eingesetzt vor allem bei Kindern, deren Beine beim Gehen nach innen oder außen gedreht sind. Auch Derotationsabsatz oder Torque-Heel genannt.
- Sämischleder
-
Besonders weiches, saugfähiges Leder, das mit Fetten, klassisch mit Tran, gegerbt wird. Bekannt als Fensterleder.
- Schleimbeutel
-
Kleines, mit Flüssigkeit gefülltes Polster zwischen Knochen und Sehnen oder Haut. Es verringert die Reibung. Wird es durch anhaltenden Druck gereizt, am Fuß etwa an der Ferse oder am Ballen, kann es sich entzünden; das nennt man Bursitis.
- Schleppabsatz
-
Absatz, der hinten über die Ferse hinaus verlängert ist. Er verlegt den Auftrittspunkt nach hinten und unterstützt so eine geschwächte Wadenmuskulatur, etwa beim Hackenfuß.
- Schmetterlingsrolle
-
Abrollhilfe unter der Sohle, die das zweite und dritte Mittelfußköpfchen entlastet. Sie wird in der Regel mit einer Querbrücke oder einer Einlage kombiniert, die das Quergewölbe stützt.
- Schuhgelenk
-
Bereich des Schuhs zwischen Absatz und Ballen, unter dem Fußgewölbe. Ein eingearbeitetes Gelenkstück aus Stahl, Holz oder Kunststoff hält ihn formstabil. Siehe auch Gelenkfeder.
- Schuhzurichtung
-
Orthopädische Änderung an einem Konfektionsschuh, damit er eine Fehlstellung ausgleicht oder das Gehen erleichtert, etwa durch Abrollhilfen, eine Sohlenranderhöhung oder einen Verkürzungsausgleich. So wird ein gewohnter Schuh zum orthopädischen Hilfsmittel.
- Schutzklasse
-
Kennzeichnung von Sicherheitsschuhen nach EN ISO 20345:2022. Die Grundstufe SB bietet die Zehenschutzkappe. S1 ergänzt eine geschlossene Ferse, Antistatik und Dämpfung im Fersenbereich, S2 ein wasserabweisendes Obermaterial, S3 zusätzlich Durchtrittschutz und eine Profilsohle. S6 und S7 entsprechen S2 und S3, sind aber ganz wasserdicht. S4 und S5 bezeichnen Stiefel aus Gummi oder Kunststoff.
- Schwiele
-
Flächige, stark ausgeprägte Hornhaut, etwa unter dem Fußballen.
ICD-10: L84
- Sehne
-
Strang aus festem Bindegewebe, der einen Muskel mit einem Knochen verbindet und dessen Zugkraft überträgt.
- Senkfuß
-
Fuß mit abgeflachtem Längsgewölbe, die Vorstufe zum Plattfuß. Oft zusammen mit einem Knickfuß, dann spricht man vom Knick-Senkfuß.
- Sensomotorische Einlage
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Einlage, die den Fuß nicht passiv stützt, sondern über gezielt platzierte Druckpunkte Reize setzt. Das Nervensystem verarbeitet sie und steuert einzelne Muskeln beim Gehen und Stehen an. Die Druckpunkte wirken nur, wenn Lage und Höhe exakt stimmen; im 3D-Druck lässt sich beides auf ein Zehntel Millimeter genau umsetzen.
- Sichelfuß
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Fehlstellung, bei der der Vorfuß zur Körpermitte hin abweicht, während die Ferse gerade steht. Bei Säuglingen häufig und oft von selbst rückläufig. Außerdem ein Bestandteil des Klumpfußes. Lateinisch: Pes adductus.
ICD-10: Q66.2
- Sicherheitsschuh
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Schuh mit Zehenschutzkappe für Arbeitsplätze, an denen Füße gefährdet sind. Wie viel Schutz er bietet, sagt die Schutzklasse. Wer orthopädische Einlagen braucht, darf sie nur in einem dafür freigegebenen Modell tragen, siehe DGUV Regel 112-191.
- Sohlenranderhöhung
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Erhöhung der Sohle am Innen- oder Außenrand. Sie kippt den Fuß leicht in die gewünschte Richtung, verändert die Belastung der Sprunggelenke und entlastet die Bänder auf der erhöhten Seite. Auch das Knie lässt sich so entlasten, siehe O-Bein und X-Bein.
- Sohlenversteifung
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Versteifte Laufsohle, meist zusammen mit einer Abrollsohle. Sie stellt die Zehengelenke ruhig, etwa bei Hallux rigidus oder nach einem Zehenbruch.
- Spastik
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Erhöhte Muskelspannung nach einer Schädigung von Gehirn oder Rückenmark, etwa nach einem Schlaganfall. Am Fuß führt sie häufig zu einem Spitzfuß. Orthesen und orthopädische Schuhe geben Halt.
- Spitzensprengung
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Abstand der Schuhspitze vom Boden, wenn der Schuh flach steht. Eine größere Spitzensprengung lässt den Fuß leichter abrollen und schont die Zehengelenke.
- Spitzfuß
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Fehlstellung, bei der sich der Fuß nicht bis zum rechten Winkel anheben lässt. Die Ferse erreicht den Boden kaum oder gar nicht, das Gewicht lastet auf dem Vorfuß. Lateinisch: Pes equinus.
ICD-10: M21.62 (erworben)
- Spreizfuß
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Die häufigste Fußfehlform bei Erwachsenen: Das Quergewölbe ist abgeflacht, die Mittelfußknochen weichen fächerförmig auseinander, der Vorfuß wird breiter. Typisch sind Schmerzen und Hornhaut unter dem Ballen. Eine Einlage mit Pelotte stützt das Quergewölbe.
ICD-10: M21.63
- Stegabsatz
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Absatz, der an der Innenseite nach vorn verlängert ist. Er stützt das Schuhgelenk und das Längsgewölbe, etwa bei ausgeprägtem Plattfuß.
- Stützung
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Aufgabe einer Einlage, das Fußgewölbe zu halten und vor dem Absinken zu bewahren. Neben Bettung, Entlastung und Korrektur eine der Grundaufgaben einer Einlage.
- Supination
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Drehung des Fußes, bei der der innere Fußrand sich hebt und der äußere sinkt. Gegenteil: Pronation.
- Supinationskeil
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Keil, meist aus Kork, unter der Innenseite der Ferse auf einer Einlage. Er richtet eine nach innen gekippte Ferse auf, etwa beim Knickfuß.
- Talus
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Lateinisch für das Sprungbein, den Knochen der Fußwurzel, der mit Schienbein und Wadenbein das obere Sprunggelenk bildet.
- Tarsus
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Lateinisch für die Fußwurzel.
- Tendo
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Lateinisch für die Sehne.
- Tibia
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Lateinisch für das Schienbein, den inneren und kräftigeren der beiden Unterschenkelknochen.
- Tintenlöschersohle
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Stark gewölbte Laufsohle, die wie ein Tintenlöscher abrollt. Sie verteilt das Gewicht auf die ganze Fußfläche und nimmt den Fußwurzelgelenken Bewegung ab, etwa bei Rheuma, Arthrose der Fußwurzel oder einem schwachen Altersfuß.
- Torque-Heel
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Siehe Rotationsabsatz.
- Trittschaum
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Weicher Schaumstoff, in den man mit dem Fuß hineintritt. Der Abdruck hält Form und Gewölbe fest und dient als Vorlage für eine Einlage.
- Trittspur
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Abdruck der Fußsohle, an dem sich ablesen lässt, wo der Fuß wie stark belastet wird.
- Ulcus
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Fachbegriff für ein Geschwür. Am Fuß meist ein schlecht heilendes Druckgeschwür bei Diabetes oder, am Unterschenkel, ein Ulcus cruris als Folge von Durchblutungsstörungen.
ICD-10: L97, beim diabetischen Fußsyndrom etwa E11.74
- Unguis incarnatus
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Fachbegriff für den Eingewachsener Nagel.
- Valgus
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Fachbegriff für eine X-förmige Fehlstellung: Der körperferne Teil weicht nach außen ab. Beispiele: Hallux valgus, X-Bein (Genu valgum).
- Varus
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Fachbegriff für eine O-förmige Fehlstellung: Der körperferne Teil weicht zur Körpermitte hin ab. Beispiel: O-Bein (Genu varum).
- Verkürzungsausgleich
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Ausgleich, wenn ein Bein kürzer ist als das andere. Kleine Unterschiede gleicht eine Einlage aus, größere eine Erhöhung an Absatz und Sohle. Das entlastet Becken und Wirbelsäule.
- Wadenbein
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Der äußere, dünnere der beiden Unterschenkelknochen. Sein unteres Ende bildet den Außenknöchel. Lateinisch: Fibula.
- Weite
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Gibt an, wie viel Platz ein Schuh in Breite und Volumen bietet. Bei Erwachsenenschuhen reicht die Skala von F (normal) über G (Komfortweite) und H (Bequemweite) bis K (Spezialweite). Für Kinderschuhe gibt es das WMS.
- WMS
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Weiten-Maß-System des Deutschen Schuhinstituts für Kinderschuhe. Gemessen werden Länge und Ballenweite des Kinderfußes; danach gibt es Schuhe in den Weiten schmal, mittel und weit.
- X-Bein
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Die Knie stehen nach innen und berühren sich, während die Füße auseinanderstehen. Auf Dauer belastet das die Innenseite von Knie und Fuß und begünstigt einen Knick-Senkfuß. Eine Erhöhung des Schuhinnenrands (Sohlenranderhöhung) kann ausgleichend wirken. Fachbegriff: Genu valgum.
ICD-10: M21.06
- Zehenrolle
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Rolle unter dem Zehenbereich der Sohle. Weil der Abrollpunkt weit vorn liegt, steht der Fuß sicherer und das Knie wird gestützt; das Abrollen selbst wird dafür etwas schwerer.
Dieses Lexikon erklärt Begriffe, es ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
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